Blick in den Bauch

Mit hochauflösenden Videoendoskopen (dünne Schläuche mit kleiner Kamera) kann der Magen-Darm-Trakt eingesehen werden. Unter anderem entfernen die Ärzte dabei gutartige Polypen
und verhindern so Darmkrebs. zum Video

Podcast: Reizdarm

Chefarzt Dr. Ali Kartal spricht über Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Zum Podcast

Schluckzentrum und Refluxzentrum Siegen

Schluckstörungen können jeden betreffen. Manche husten und räuspern vermehrt, andere haben rasselnde Atemgeräusche, vermehrten Speichelfluss oder ihnen bleibt das Essen und Trinken in der Kehle stecken. Das Gefährliche: Es kann zu Erstickungsanfällen, Lungenentzündungen und Mangelernährung kommen. Im Schluckzentrum Siegen analysieren die Experten Beschwerden und Symptome und leiten Therapiemaßnahmen ein.

Passiert es, dass saurer Mageninhalt zurück nach oben in die Speiseröhre fließt und macht sich saures Aufstoßen, Sodbrennen und/oder ein brennendes Gefühl im Oberbauch bemerkbar, so kann in diesen Fällen die Refluxkrankheit dahinterstecken. Im Refluxzentrum Siegen diagnostizieren und therapieren Spezialisten die Folgen der Reflux-Krankheit nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. 

Das Schluck- und Refluxzentrum Siegen im Diakonie Klinikum Jung-Stilling ist ein Zusammenschluss der Inneren Medizin und der Logopädie des Hauses.

Schluckzentrum Siegen

Essen und Trinken bedeutet weitaus mehr, als den Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Schlucken ist zweifelsohne mit Genuss und Lebensfreude verbunden und hat nicht zuletzt auch eine wichtige soziale Bedeutung. Eine Schluckstörung (Dysphagie) wirkt sich folglich erheblich auf das psychische und soziale Wohlbefinden aus. Nicht zu unterschätzen ist auch die ständige gesundheitliche Gefahr.

In unserem Schluckzentrum Siegen tragen wir dieser Problematik Rechnung. In einem Team aus erfahrenen Ärzten und Logopäden haben wir uns die qualifizierte Diagnostik aller Arten von Schluckstörungen zum Ziel gemacht. Bei Schluckstörungen können alle am Schluckakt beteiligten Bereiche – vom Mund, über den Rachen bis zur Speiseröhre – betroffen sein.

Symptome

  • häufiges Verschlucken beim Essen oder Trinken (Husten, Räuspern, Würgen)
  • brodelnde, rasselnde Atemgeräusche
  • belegter, gurgelnder Stimmklang beim Sprechen
  • vermehrter Speichelfluss oder Mundtrockenheit/ starke, zähe Verschleimung im Mund
  • Nahrungsreste im Mundraum
  • aus dem Mund laufende Nahrung
  • Gefühl, die Nahrung bleibt im Hals oder in der Speiseröhre stecken
  • Kloßgefühl
  • Brustschmerzen
  • erschwertes oder unmögliches Kauen
  • Ablehnung der Nahrungsaufnahme oder bestimmter Nahrungskonsistenzen
  • unklares Fieber; häufige Infekte der oberen Atemwege
  • unklare Gewichtsabnahme

Diagnostik & Therapie

  • Videoendoskopische Untersuchung
    Bei der Fiberoptic Endoscopic Evaluation of Swallowing (FEES) untersuchen wir den Schluckablauf oberhalb des Kehlkopfes mit Hilfe eines dünnen Videoendoskops. So können wir die von außen nicht sichtbare Phase im Rachen – wo sich Luft- und Speiseweg kreuzen – differenziert beurteilen.
     
  • Ösophagus-High-Resolution-Manometrie (HRM)
    Um gestörte Bewegungsabläufe der Speiseröhre nachzuweisen, nutzen wir die hochauflösende Manometrie. Sie erlaubt es, die Druckverhältnisse der gesamten Speiseröhre – einschließlich ihrer Schließmuskeln – und des Rachens zu messen und graphisch darzustellen.
     
  • Gastroskopie
    Die Struktur und Funktion von Speiseröhre und Magen können wir bei einer Magenspiegelung mit modernen, hochauflösenden Videoendoskopen beurteilen. Hierbei können wir zusätzlich kleine Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut für weitere mikroskopische Untersuchungen entnehmen.
     
  • Ösophagus-Breischluck
    Veränderungen und Störungen des Bewegungsablaufs der Speiseröhre, die mit der Endoskopie schwer zugänglich sind, lassen sich unter Gabe eines breiigen Kontrastmittels auch mittels konventioneller Röntgentechnik darstellen.

Wir führen die Untersuchungen in unserer Klinik im Team durch und werten sie gemeinsam aus. Als erfahrene Ärzte, Logopäden und Ernährungsberater erstellen wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan mit

- Empfehlungen bezüglich der geeigneten Ernährung 
- einem individuellen logopädischen Schlucktraining 
- medikamentösen Maßnahmen
- interventioneller endoskopischer Therapie
- ggfs. weiterführender Diagnostik, bildgebenden Verfahren (CT/MRT) und bei Bedarf Vorstellung in anderen Fachbereichen

Refluxzentrum Siegen

Saures Aufstoßen und ein brennendes Gefühl, aber auch Husten und Schlafstörungen sowie Schluckstörungen können Beschwerden einer Reflux-Krankheit sein. Rund die Hälfte der Erwachsenen leidet unter diesen Beschwerden, manche seit Jahren, was sich auch auf die Psyche auswirken kann. Bei rund 20 Prozent steckt eine Reflux-Krankheit dahinter. 

In unserem Refluxzentrum gehen wir den Symptomatiken auf den Grund. Ziel ist es, nach unserer spezialisierten und modernen Diagnostik bei Ihnen letztlich eine individualisierte Behandlungsmethode nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu generieren. Nach einem ausführlichen ambulanten Vorgespräch erfolgt im zweiten Schritt die stationäre Diagnostik, die durch unser erfahrenes Team durchgeführt wird. 

Symptome

  • Sodbrennen
  • (saures) Aufstoßen
  • Rückfluß von Mageninhalt
  • Oberbauch- und Brustschmerz
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • asthmatische Beschwerden
  • Husten
  • Schluckstörungen
  • Kloßgefühl
  • (starke) Verschleimung
  • Zungenbrennen
  • Mundgeruch
  • aber auch: Zahnveränderungen, Stimmprobleme, Heiserkeit wie auch Nasennebenhöhlenentzündung

Diagnostik & Therapie

  • Hochauflösende Manometrie (HRM-Ösophagus):
    Messung der Druckverhältnisse und der Bewegungsabläufe der Speiseröhre inklusive ihrer Schließmuskeln
  • 24h-Impedanz-pH-Metrie:
    Katheterbasierte Messung des sauren, schwach-sauren und nicht-sauren Speiseröhrenrückflusses
  • LPR-pH-Metrie:
    Messung des sauren Rückflusses im Rachen
  • Bravo-Kapsel:
    Prolongierte, katheterlose Säuremessung der Speiseröhre bis zu 96 Stunden
  • Refluxszintigraphie:
    Visualisierung des Rückflusses bis in den Rachenbereich mit Darstellung der Aspiration in die Bronchien
  • Ösophagusbreischluck:
    Röntengenuntersuchung der Speiseröhre zur Darstellung anatomischer Auffälligkeiten, aber auch Veränderungen und Störungen der Bewegungsabläufe der Speiseröhre nach Gabe von breiigem Kontrastmittel
  • Gastroskopie:
    Beurteilung der Struktur und Funktion der Speiseröhre und des Magens/Zwölffingerdarms durch Hochauflösende Videoendoskope, ergänzt durch spezielle Färbetechniken
  • Weiterführende Diagnostik: Bildgebung per CT-/MRT, Lungenfunktionsprüfung
NotrufHome

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufanhme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111

Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewisse Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.