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Brachytherapie – Bestrahlung bei Prostatakrebs

Die Brachytherapie ist eine besondere Form der Radiotherapie (Strahlentherapie), bei der Tumoren mit einer radioaktiven Strahlenquelle aus kurzer Entfernung bestrahlt werden. Die Seed Implantation ist eine Variante der Brachytherapie. Dabei setzt der Urologe reiskorngroße strahlende Stifte (Seeds) in die Prostata ein. Diese Seeds geben ihre Strahlung über Monate hinweg an das umliegende Gewebe ab. Die Strahlung hat nur eine kurze Reichweite, deshalb wir die genaue Platzierung mit Computern berechnet. Der Vorteil: Die Strahlung erreicht tatsächlich nur das veränderte Gewebe und schont das umliegende gesunde. Dieses Verfahren erfordert einen hohen technischen und apparativen Aufwand. Strahlentherapeut, Urologe, Medizinphysiker und Anästhesist bilden das OP-Team. Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt und dauert ein bis anderthalb Stunden.

In der Regel kann der Patient schon am folgenden Tag nach Hause entlassen werden. Am Tag darauf sollte eine Nachkontrolle stattfinden. Etwa vier Wochen nach der Operation gibt es eine Qualitätskontrolle, um sicherzustellen, dass das Prostatagewebe mit ausreichend Strahlung versorgt wird. Hierbei erfasst ein Computertomogramm die exakte Lage der Seeds. Mit dem Computer wird dann noch einmal die Strahlendosis berechnet.

Vor allem bei Prostatakrebs im Frühstadium ist die Seed Implantation ein hervorragendes Verfahren und genügt als alleinige Therapie. In späteren Stadien kann sie mit äußerer Bestrahlung kombiniert werden. Im Vergleich mit der Totaloperation und externer Bestrahlung zeigen Studien, dass die Seed Implatation gleichermaßen erfolgreich ist. Auch Nebenwirkungen gibt es kaum. Kontinenzprobleme treten nur in den seltesten Fällen auf und auch die Potenz bleibt meist erhalten.

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