24 Stunden für Sie da

Zentrale Notaufnahme Kontakt und Informationen

Unsere Leistungen

Krankenhäuser & Praxen Zu den Fachärzten

Termine im Überblick

Vorträge, Feste & Fortbildungen Zum Veranstaltungskalender

Hybrid-OP – die Zukunft des Operierens in Siegen

Was ist ein Hybrid-OP?

Ein Hybrid-OP ist ein Operationssaal, der Chirurgie und Bildgebung miteinander verbindet. Es ist also möglich, gleichzeitig zu operieren und zu diagnostizieren. Das erlaubt neben offenen Operationen vor allem schonende minimalinvasive Eingriffe. Minimalinvasiv bedeutet, es sind nur winzig kleine Schnitte am Körper des Patienten nötig, über die der Chirurg feinste Instrumente in den Körper einführt. Beispielsweise kann er über einen wenigen Millimeter großen Schnitt in der Leiste durch die Blutgefäße bis zum Herzen navigieren. Dank moderner integrierter Angiographieanlage für die Darstellung von Blutgefäßen erhält der Operateur dabei in Echtzeit detaillierte Einblicke in den Körper und kann seine Instrumente genauestens steuern.

Was kann der Hybrid-OP?

Die Angiographieanlage des Hybrid-OPs kann beinahe beliebig um den Patienten herum positioniert werden, ohne dass dieser selbst bewegt werden muss. Das Gerät ist auf einem Roboterarm montiert und mithilfe eines Joysticks millimeter­genau steuerbar. Die Anlage erlaubt dreidimensionale Aufnahmen von Gefäßen, von den großen Schlagadern, vom Gehirn oder von der Wirbelsäule in höchster Präzision - und das während des Eingriffs. Bislang konnten solche Aufnahmen nur vor der Operation in einem Raum außerhalb des Operationsbereichs erstellt werden. Darüber hinaus kann der Chirurg jetzt per Joystick virtuell innerhalb des dreidimensional dargestellten Gefäßsystems navigieren oder Eingriffe simulieren. Von einer Steuerkonsole aus navigiert der Chirurg, injiziert per Knopfdruck Kon­trastmittel in den Körper des Patienten, um die Gefäße auf dem Bildschirm sichtbar zu machen oder er simuliert Eingriffe. Neurochirurgen können komplexe Wirbelsäulenoperationen bei Verletzungen oder Tumoren zunächst am Computer simulieren und planen um sie dann mit höchster Sicherheit am Patienten durch­führen. Auf Monitoren kann sich der Chirurg sowohl aktuelle Bilder als auch Aufnahmen, die vor der OP gemacht wurden, ansehen und darüber hinaus miteinander kombinieren. Sollte es nötig sein, können die Chirurgen grundsätzlich jederzeit vom minimalinvasiven zum offenen Operationsverfahren wechseln. Der Hybrid-OP ist mit der neusten Hygienetechnik ausgestattet. Laminar Airflow" ermöglicht einen permanenten keimfreien Luftstrom von der Decke Richtung Boden. In den Raumecken wird die Abluft abgesaugt und über Filter gereinigt. Gerade bei offenen Operationen oder zum Beispiel bei hochkom­plexen Eingriffen des Gefäßsystems sind solche optimalen Hygienebedingungen wichtig. Selbst das Herrichten des OP-Bestecks, der Gefäßstützen und Prothesen, passiert in einem speziellen „Airflow-Bereich".

Welche Vorteile bietet der Hybrid-OP Patienten?

Die minimalinvasiven Verfahren machen Eingriffe schonender, schneller und sicherer. Patienten haben weniger Schmerzen und können das Krankenhaus schneller wieder verlassen. Manche Operationen werden erst durch die Hybrid­Technik möglich. Die moderne Röntgenanlage bietet geringere Strahlenbelastung und macht weniger Kontrast­mittel nötig und Patienten müssen nicht umgelagert werden.

Die neuen Operationssäle

Das Diakonie Klinikum Jung-Stilling verfügte bislang über neun Operationssäle. Mit unserem Anbau kamen zwei weitere hinzu.

Saal 10 (Hybrid-OP)

Der Hybrid-OP im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen führt auf 80 Quadrat­metern neueste High Tech, fasst bis zu zwölf fachübergreifende Spezialisten in einem Saal zusammen und macht Hochrisiko-Eingriffe von Gefäß-, Unfall- und Neurochirurgen nicht nur überhaupt erst möglich, sondern deutlich sicherer und schonender. Die Wände der beiden Operationssäle sind aus Gründen der Hygiene komplett verglast, die Oberflächen lassen sich leicht reinigen. Ein angrenzender Technikraum beherbergt die komplette Steuerung, den Generator, das Kühlaggre­gat und die Trafoeinheit für die Diagnoseanlage. Von der ebenso angrenzenden Schaltzentrale aus wird die Anlage bedient sowie die erstellten Bilder und Daten­sätze der Patienten verwaltet.

Saal 11

Saal 11 ist von der Größe her identisch mit dem Hybrid-OP und fasst 80 Quadrat­meter. Bei Bedarf kann auch in diesem Operationsaal eine roboter-gestützte Diagnoseanlage installiert werden. Die entsprechenden Bodenplatten, Kabelkanä­le und Leerrohre sind bereits installiert.

NotrufChatHome

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufanhme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111