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High-tech Neuronavigation

Genauer, schneller, besser – das sind nur einige der Vorzüge der äußerst komplexen und hochmodernen Errungenschaft im Wert von einer halben Million Euro. Vor allem Patienten mit Arterienerweiterungen und Tumoren im Kopf kommt es zu Gute. Das Gerät ermöglicht den Ärzten, sich in Echtzeit visuell dreidimensional und detailgetreu im Kopf des Patienten zu bewegen.

Schmerzeingriffe

Schmerzen sind nicht nur grundsätzlich unangenehm, sie können für Betroffene den Alltag verändern und gehen mit großen Einschränkungen einher. In der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling bieten wir verschiedene Verfahren an, um leidgeplagten Schmerzpatienten zu helfen.

Häufige Krankheitsbilder

Trigeminusneuralgie

Trigeminusneuralgie

Obwohl es zahlreiche Theorien für die Ursache der Trigeminusneuralgie gibt, ist deren Entstehung letztlich weiterhin unklar. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Als ein wichtiger Faktor wird die Demyelinisierung (Verlust der „Isolationsschicht“) des Trigeminusnerven an seiner Eintrittszone in den Hirnstamm aufgrund einer mechanischen Irritation, eines Traumas oder einer demyelinisierenden Erkrankung wie der Multiplen Sklerose angesehen. Dadurch können einfache mechanische Erregungen auf Schmerzfasern überspringen (sog. ephaptische Übertragung), was die typische Schmerzauslösung durch Berühren, Luftzug, Kauen oder Zähneputzen erklärt. Therapie der Wahl ist zunächst die medikamentöse Einstellung mit Carbamazepin oder neuerdings mit Gabapentin, bei Nichtansprechen dieser Therapie kommen operative Verfahren in Betracht.

Bei der offenen mikrovaskulären Dekompression (sog. Jannetta-Operation) wird ein Polster zwischen der mechanisch reizenden A. cerebelli superior und dem Trigeminusnerven eingebracht wird. Da es sich um eine offene Kopfoperation handelt, besteht ein Risiko von etwa einem Prozent für gravierende Komplikationen, dafür ist der Effekt auf den Schmerz in der Regel dauerhaft. In etwa 80 Prozent der Fälle können Patienten mit einer Schmerzlinderungen rechnen. Insbesondere bei älteren Patienten und bei Patienten mit einer Multiplen Sklerose kommen weniger offene Verfahren in Frage, die in Ihrer Wirkung aber oft begrenzt sind.

CT gesteuerte Blockaden

CT gesteuerte Blockaden

In vielen Fällen sind Entzündungen der Wirbelgelenke oder der Nervenwurzeln Ursache von Rücken- oder Beinschmerzen, ohne dass sofort eine Operation erforderlich ist. Entzündungshemmende Medikamente helfen zwar, häufig haben diese aber auch Nebenwirkungen, insbesondere im Bereich des Magen-Darm-Traktes. Hier kann eine minimal invasive CT-gesteuerte Schmerztherapie sinnvoll sein. Dabei werden diese entzündungshemmenden Stoffe direkt an den Ort der Schmerzentstehung gespritzt. Durch die CT-Steuerung kann dies millimetergenau erfolgen, die notwendige Dosis ist wesentlich geringer, als bei Tabletteneinnahme und somit kaum eine Nebenwirkung zu befürchten.

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