Siegen in der Championsleague

High-tech Neuronavigation

Genauer, schneller, besser – das sind nur einige der Vorzüge der äußerst komplexen und hochmodernen Errungenschaft im Wert von einer halben Million Euro. Vor allem Patienten mit Arterienerweiterungen und Tumoren im Kopf kommt es zu Gute. Das Gerät ermöglicht den Ärzten, sich in Echtzeit visuell dreidimensional und detailgetreu im Kopf des Patienten zu bewegen.

Kopfoperationen – Hightech und Expertenwissen

Vor kaum einem Eingriff haben Patienten so viel Angst, wie vor einer Kopf-Operation – das ist verständlich. Im Diakonie Klinikum Jung-Stilling setzen wir deshalb auf besonders erfahrene Mediziner und investieren regelmäßig in hochmoderne Technik für unsere OP-Säle.

Häufige Krankheitsbilder

Spezielle Operationsverfahren

Diabetisches Fußsyndrom

Diabetisches Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom bildet sich als Komplikation einer über lange Zeit bestehenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) aus. Geprägt wird dieses Krankheitsbild von Infektionen, Geschwüren (Ulzeration) und einem unterschiedlichen Ausmaß peripherer Gefäßerkrankung. Diese sind Folge einer sich im Verlauf eingestellten gestörten Schmerz-, Druck- und Temperaturwahrnehmung (sensorische Neuropathie), sowie einer Schwäche und Abbau der Fußmuskulatur (motorische Neuropathie) im betroffenen Fuß.

Entstandene Wundkomplikationen sorgen oft für einen langwierigen Behandlungsverlauf mit unterschiedlichen notwendigen Prophylaxe- und Therapiemaßnahmen. Darunter fällt eine konsequente Blutzuckereinstellung (Langzeitblutzuckerwert: HbA1c-Wert < 6,5 Prozent), Tragen von passendem Schuhwerk, gegebenenfalls Behandlung mit Antibiotika und chirurgische Wundsäuberungen bei Wundinfektionen. Im Falle von stark infektiös geschädigtem Gewebe müssen oftmals Amputationen von Zehen, Vorfuß, Mittelfuß oder des Unterschenkels als letzte Behandlungsmaßnahme vorgenommen werden. Bei 85 Prozent aller Amputationen liegt ein Fußgeschwür (Fußulkus) zu Grunde, aus dem sich eine ausgedehnte Infektion oder Gangrän entwickeln kann. Der prozentuelle Anteil aller Amputationen an den unteren Extremitäten, die auf einen Diabetes mellitus zurückgeführt werden können, liegt bei 50 bis 70 Prozent.

Das Verteilungsmuster der arteriellen Verschlusskrankheit unterscheidet sich bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern, sodass bei Diabetikern meist die kleinen Unterschenkelgefäße betroffen sind. Beim Vorliegen von Durchblutungsstörungen eines diabetischen Fußes gibt es Therapiemöglichkeiten, die sich aus kathetergestützen Verfahren (Ballon- oder Stentangioplastie) oder operativen Maßnahmen (Bypasschirurgie) zusammensetzen. Die Auswahl einer dieser Therapiemethoden ist vom Gefäßzustand abhängig, der führend in Form einer kontrastmittelgestützten Bildgebung (Computertomografie-Angiografie oder Magnetresonanztomografie-Angiografie) erhoben wird.

Aktuell befindet sich das „Netzwerk Diabetischer Fuß Siegen“ in Zusammenarbeit mit Dr. Ralf-Achim Grünther im Sinne der interdisziplinären Patientenversorgung im Aufbau.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Die arterielle Verschlusskrankheit beschreibt die Einengung (Stenose) oder den Verschluss einer Körperarterie. Die hierfür möglichen Ursachen sind vielfältig. Dazu zählen beeinflussbare Risikofaktoren wie das Rauchen, Übergewicht (Adipositas), erhöhte Blutfettwerte oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Nierenfehlfunktion (Niereninsuffizienz), die zur Arterienverkalkung (Arteriosklerose), der Hauptursache der arteriellen Verschlusskrankheit, führen. Andere durch den Patienten nicht-beeinflussbare Faktoren stellen das biologische Alter, das Geschlecht oder seltene genetische Erkrankungen dar.

Die „Schaufensterkrankheit“ verdankt ihren Namen dem besonders häufigen Auftreten in den Beinarterien. Hier kommt es zu einer typischen Schmerzsymptomatik – der sogenannten „Claudicatio intermittens“. Sie beschreibt einen charakteristischen krampfartigen Beinschmerz, der nach wenigen Metern Gehstrecke auftritt. Liegt die schmerzfreie Gehstrecke bei mehr als 200 Metern spricht man von einem frühen Stadium der Erkrankung (=Krankheitsstadium IIa nach Fontaine). Hier führen oft schon konservative Maßnahmen wie Ausschaltung der Risikofaktoren, ein konsequentes Gehstreckentraining zur Bildung von arteriellen Umgehungskreisläufen und die Therapie mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten zu einer langsamen Verbesserung der Beschwerden. Kann der Betroffene jedoch nur noch weniger als 200 Meter ohne Schmerzen laufen (=Stadium IIb) oder liegen bereits Ruheschmerzen (=Stadium III) oder offene, nicht-abheilende Wunden an den Beinen (=Stadium IV) vor, ist eine invasive Therapie meist unumgänglich.

Stadieneinteilung der arteriellen Verschlusskrankheit nach Fontaine:
I : symptomfrei, keine Beschwerden, aber nachweisbare Veränderungen der Gefäße
II: Claudicatio intermittens (=Schaufensterkrankheit)
IIa: schmerzfreie Gehstrecke über 200 Meter
IIb: schmerzfreie Gehstrecke unter 200 Meter
III: Ruheschmerzen, Schmerzen im Liegen
IV: offene, nicht abheilende Wunden, Nekrosen/Gangrän

Bevor die Entscheidung zu einer passenden Behandlungsart getroffen wird, erfolgt eine gründliche Erhebung der Krankheitsgeschichte, die körperliche Untersuchung und die Untersuchung der betroffenen Blutgefäßregion mit einem arteriellen Dopplermessgerät und dem Ultraschallgerät (Farbduplexsonographie). Mit Hilfe von technischer Diagnostik können die Engstellen oder Gefäßverschlüsse genau lokalisiert werden. Oftmals ist dazu auch eine detaillierte Blutgefäßdarstellung im Computertomographen (CT) oder Magnetresonanztomographen (MRT) notwendig.

Wenn alle Voruntersuchungen erfolgt sind, werden in der anschließenden Befundbesprechung mit dem Patienten alle individuell möglichen Behandlungsoptionen diskutiert. Diese sind bei der arteriellen Verschlusskrankheit vielfältig. Bei kleinen kurzstreckigen Stenosen ist häufig eine interventionelle Behandlung mit Gefäßpunktion, anschließender Engstellenaufdehnung (Dilatation) mit einem kleinen Ballon und ggf. Stentimplantation ausreichend. Dieser Eingriff kann in Lokalanästhesie durchgeführt werden, der Patient benötigt also keine Vollnarkose. Sind die Engstellen oder Verschlüsse jedoch langstreckig, bedarf es der operativen Therapie (Bypasschirurgie). In manchen Fällen ist auch die Kombination aus beiden Methoden indiziert (=Hybrid-Eingriff).

Nach Ihrer Entlassung aus der stationären Behandlung empfehlen wir regelmäßige Kontrollen, um Verschlüsse und Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Des Weiteren benötigen Sie in fast allen Fällen blutverdünnende Medikamente.

Erkrankungen der Halsschlagader

Erkrankungen der Halsschlagader

Die Einengung der Halsschlagader nennen Mediziner Carotisstenose. Sie entsteht, ebenso wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit, häufig auf dem Boden einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und stellt eine der führenden Ursachen für einen ischämischen Schlaganfall (Apoplex) dar. Hierbei kommt es, bedingt durch die Einengung oder den Verschluss der Halsschlagader, zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff. Risikofaktoren sind auch hier das Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht (Adipositas), erhöhte Blutfettwerte oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Vorboten oder Warnzeichen für einen Schlaganfall können beispielsweise das plötzliche Auftreten von Seh- oder Sprachstörungen, Störungen im Bewegungsablauf oder Schwindelattacken sein. Diese Beschwerden sind oft nur von kurzer Dauer, dennoch ist es äußerst wichtig, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und die Symptome mittels Ultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) der Halsschlagader abklären zu lassen. Eine Carotisstenose kann jedoch auch als Zufallsbefund, z.B. im Rahmen einer Routineuntersuchung beim Kardiologen oder Angiologen, auffallen. Auch dann sollte zur weiterführenden Diagnostik eine Duplexsonographie beim Spezialisten (Facharzt für Gefäßchirurgie, Angiologie oder Neurologie) durchgeführt werden. Zeigt sich eine hochgradige Einengung der Halsschlagader, erfolgt zur genauen Therapieplanung eine Gefäßdarstellung mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).

Nach Abschluss aller Untersuchungen werden die erhobenen Befunde mit dem Patienten besprochen und die Therapie geplant. Es gibt zwei Therapieformen, die operative Therapie und die endovaskuläre Therapie mittels Stent. Laut aktueller Studienlage ist die klassische Operation der Stenttherapie überlegen. Dennoch werden beide OP-Methoden bei uns angeboten. Die Therapieplanung erfolgt individuell je nach Ausdehnung der Erkrankung. Die Therapie mittels Stent erfolgt über eine Punktion der Leistenschlagader. Bei der operativen wird die erkrankte Arterie über einem kleinen Schnitt am Hals dargestellt und eröffnet. Anschließend werden die einengenden Ablagerungen aus dem Blutgefäß entfernt (Thrombendarteriektomie). Nach Verschluss der Arteria carotis mit einem kleinen „Flicken/Streifen“ (Patchplastik) wird zur direkten Kontrolle noch im OP-Saal eine Gefäßdarstellung unter Röntgendurchleuchtung durchgeführt. Die Hirndurchblutung wird während der gesamten Operation kontinuierlich durch die Kollegen der Anästhesie überwacht. Gegebenenfalls ist bei beidseitiger Carotisstenose die Einlage eines kleinen Röhrchens (Shunt) zur Aufrechterhaltung der Hirndurchblutung während des Eingriffs notwendig.

Nach der Operation beträgt der weitere stationäre Aufenthalt im Krankenhaus bei komplikationslosem Verlauf etwa fünf bis sieben Tage. Vor der Entlassung wird eine abschließende Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader durchgeführt.

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