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Beckenchirurgie – nervenschonend für die Kontinenz

Vor allem bei der Entfernung der Prostata kommt die nervenschonende Beckenchirurgie zum Einsatz, um Potenz und Kontinenz des Mannes zu erhalten. Bereits seit 1904 kann die Prostata operativ entfernt werden, allerdings mit einer Technik, durch die bis zu 25 Prozent der Patienten hochgradig inkontinent und impotent machte. In den fünfziger Jahren wurden deshalb viele Männer nebenwirkungsreich bestrahlt. Durch einen Zufall entdeckte der Amerikaner Patrick Walsh 1981, dass wichtige Nerven für die Gliedsteifigkeit außerhalb der Prostata verlaufen und deshalb geschont werden können. 1982 führte er die erste erfolgreiche nervenschonende Prostataoperation durch. Auf der Basis dieser Operation haben sich die Techniken seitdem immer weiter entwickelt. Heute ist es bei Anwendung von mikrochirurgischen Methoden möglich, das feine Nervengeflecht zu erhalten. Bei intermediate- und high-risk-Tumoren der Prostata kann die Technik allerdings nicht angewendet werden. Dafür kann sie je nach Befund auch bei Blasenkrebs mit der Notwendigkeit der Harnblasen- und Lymphknotenentfernung möglich.

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