Gefährliche Rhythmusstörungen

Schlaganfall-Risiko kann steigen

Ist ein gestörter Herzrhythmus nur begrenzt mit Medikamenten behandelbar, kann krankes Gewebe verödet und so eine Herzrhythmusstörung dauerhaft behoben werden. Beim Siegener Forum Gesundheit referierte Privatdozent Dr. Damir Erkapic, Leiter Kardiologie und Rhythmologie, vor mehr als 100 Besuchern. mehr

Kardiale Bildgebung – das Herz im Blick

Für die Diagnosestellung und die Therapie ist eine bildliche Darstellung des Herzens (kardiale Bildgebung) unverzichtbar. Die nun verfügbaren Verfahren bieten eine Fülle an Möglichkeiten, fordern jedoch auch eine ausgewiesene Expertise für die Erstellung und Interpretation der Befunde, die Dr. Johannes Rixe als langjähriger Leiter der Abteilung Kardiale Bildgebung der Universitätsklinik Gießen zweifelsohne besitzt.

Im Bereich der Herzultraschalluntersuchungen hat sich die Qualität zunehmend verbessert. Die 3D-Technologie ermöglicht uns eine präzisere Beschreibung von krankhaften Herzklappenprozessen. Die Computertomographie des Herzens (Cardio-CT) hat sich in ausgesuchten Fällen als Alternative zur Herzkatheteruntersuchung etabliert und ermöglicht eine zuverlässige nicht invasive Darstellung der Herzkranzgefäße. Um das Innere des Herzmuskels noch genauer zu beurteilen, nutzen wir heute die Magnetresonanztomographie des Herzens (Cardio-MRT). Insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen des Herzens (Myokarditis), bei der unklaren Herzvergrößerunge (hypertrophe Kardiomyopathie) stellt das Cardio-MRT einen unverzichtbaren diagnostischen Baustein dar.

Mit Ultraschallgeräten der neuesten Generation, Cardio-CT und MRT-Geräten sowie Ärzten mit Expertise in der Auswertung der Bilder können wir das gesamte Spektrum der Kardialen Bildgebung auf hohem Niveau anbieten.

Kardiale Bildgebung

Computertomographie

1. Allgemeines
Computertomographien (CT) des Herzens führen wir am Jung-Stilling-Krankenhaus in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie durch.

Die kardiale CT hat sich als eine alternative Methode zur Darstellung der Herzkranzgefäße etabliert und ist mittlerweile fester Bestandteil der europäischen Richtlinien zur Erkennung und Behandlung der koronaren Herzerkrankung. Mittels kardialer CT können bei korrekt ausgewählten Patienten zuverlässige Aussagen über das Vorhandensein von Engstellen bzw. Verschlüssen der Herzkranzgefäße und das Ausmaß von Kranzgefäßverkalkungen getroffen werden, und das ohne Herzkatheteruntersuchung. Bei Patienten mit bekannter koronarer Herzerkrankung kann in ausgesuchten Fällen auch eine Darstellung von Bypassgefäßen oder Stents erfolgen. Eine invasive Untersuchung mittels Herzkatheter ist somit oftmals nicht erforderlich. Sollten in der CT allerdings Engstellen in einem oder mehreren Koronargefäßen auffallen, ist eine Herzkatheteruntersuchung unumgänglich.

2. Wie wird eine CT des Herzens durchgeführt?
Zunächst erfolgen die schriftliche Aufklärung des Patienten und die Anlage eines venösen Zugangs. Anschließend wird die Herzfrequenz gemessen. Wenn notwendig, wird diese mit Hilfe eines sogenannten Betablockers, welcher als Tablette eingenommen wird, in den für die Untersuchung optimalen Bereich gesenkt (< 60/min). Die Wirkung des Betablockers klingt bereits nach wenigen Stunden ab und hat keine Fahruntauglichkeit im Anschluss an die Untersuchung zur Folge.

Die CT-Untersuchung dauert ca. zehn Minuten und wird in einer kurzen, relativ weiten Röhre durchgeführt. Unter Verwendung von Röntgenstrahlung und intravenös appliziertem, jodhaltigen Kontrastmittel werden Schnittbilder des Herzens angefertigt, deren  Begutachtung gemeinsam durch einen kardiologischen und radiologischen Oberarzt erfolgt. In der überwiegenden Zahl der Fälle wird der Patient sofort über das Resultat der Untersuchung informiert.

3. Bin ich für eine CT des Herzens geeignet?
Nicht jeder Patient eignet sich für eine Darstellung der Herzkranzgefässe mittels CT: Die meisten Herzrhythmusstörungen sind beispielsweise ein Ausschlusskriterium. Besteht im Vorfeld der Untersuchung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzerkrankung (bei typischen Beschwerden und vielen Risikofaktoren), so führt eine CT des Herzens lediglich zu überflüssiger Strahlenbelastung und Kontrastmittelgabe, da eine Herzkatheteruntersuchung absehbar nicht vermieden werden kann. Die Indikation für eine kardiale CT sollte daher ausschließlich von unserer Seite gestellt werden. Wichtig ist ferner, dass es sich bei der kardialen CT um eine Leistung handelt, die auf ambulanter Ebene nicht durch den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung abgebildet wird.

Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie Fragen haben. Wir informieren Sie gerne und übernehmen auch die Planung eines Untersuchungstermins.

Abbildung 1: CT – Schnittbilder der Hinterseitenwand – (links) und Vorderwandkranzgefäßes (rechts) zeigen einen unauffälligen Befund ohne Engstellen.

Abbildung 2: Dreidimensional rekonstruierte Bilddaten eines Patienten nach aortokonarer Bypassoperation.

Magnetresonanztomographie

Echokardiographie

1. Allgemeines
Die Echokardiographie - Ultraschalluntersuchung des Herzens - ist die wichtigste und mit Abstand am häufigsten eingesetzte Technik zur nichtinvasiven Darstellung des Herzens.

Mit der Echokardiographie können ohne Belastung für den Patienten und binnen kurzer Zeit Aussagen zur Pumpfunktion des Herzens sowie zu Struktur und Funktion des Herzklappenapparates getroffen werden.

Die Sektion Kardiologie verfügt über insgesamt drei hochmoderne Ultraschallgeräte. Inhaltlich und organisatorisch verantwortlich für unser Echokardiographielabor sind mit Dr. Werner Meyners und Dr. Johannes Rixe zwei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Echokardiographie.

2. Wie wird eine Echokardiographie durchgeführt?
Es werden verschiedene Formen der Echokardiographie unterschieden:

  1. Transthorakale Echokardiographie (TTE) - Untersuchung durch Aufsetzen einer kleinen Ultraschallsonde auf den Brustkorb.
  2. Transösophageale Echokardiographie (TEE oder auch „Schluckecho“) - Untersuchung durch Einführen einer schlauchartigen Ultraschallsonde in die Speiseröhre.
  3. Stressechokardiographie - transthorakale Echokardiographie unter medikamentöser oder ergometrischer Belastung zur Beurteilung einer Minderdurchblutung der Herzmuskulatur oder zur Bewertung eines erworbenen Klappenfehlers.


Vor einer transthorakalen Echokardiographie (TTE) muss der Patient nicht nüchtern sein. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa fünfzehn Minuten, in denen der Arzt durch unterschiedliche Positionierung der Ultraschallsonde Schnittbilder des Herzens anfertigt und Druck- bzw. Flussmessungen durchführt. Die meisten Fragen des klinischen Alltags (v.a. nach der Pumpfunktion des Herzens sowie Struktur / Funktion des Klappenapparates) werden durch diese Untersuchung beantwortet.

Speziellen Fragen vorbehalten ist die transösophageale Echokardiographie (TEE): Bedingt durch die Nähe der Ultraschallsonde zum Herzen kann die TEE kleine Blutgerinnsel ebenso sicher darstellen wie bakterielle Entzündungsprozesse am Klappenapparat. Ferner werden mittels TEE erworbene Klappenvitien und komplexe Herzfehler beurteilt.

Der Patient muss vor einer TEE nüchtern sein und der Untersuchung nach ausreichender Bedenkzeit schriftlich zugestimmt haben. Nach Betäubung des Rachens mit einem Spray und Gabe eines schlafanstoßenden Medikaments wird die Ultraschallsonde in die Speiseröhre eingeführt. Während der Untersuchung wird der Patient kontinuierlich überwacht und ist am Ende der TEE wach und ansprechbar. Er muss jedoch von einer Begleitperson abgeholt werden und sollte für weitere 90 Minuten keine Nahrung / Flüssigkeit zu sich nehmen.

Die Stressechokardiographie ist eine besondere Form der transthorakalen Echokardiographie: Unter fahrradergometrischer Belastung - ähnlich dem Belastungs-EKG - oder unter Gabe eines Medikaments, welches die Pumpleistung des Herzens erhöht, werden Aufnahmen des Herzens angefertigt.

Hierbei wird beurteilt,

  • ob eine koronare Herzerkrankung vorliegt. Hierbei weisen einzelne oder mehrere Abschnitte des linken Herzens unter Belastungsbedingungen eine Verschlechterung der Pumpleistung auf.
  • ob sich eine bislang nicht eindeutige Erkrankung der Aorten- oder Mitralklappe unter Belastungsbedingungen als operationspflichtig demaskiert.

3. Wie bekomme ich eine Echokardiographie?
Für die transthorakale Echokardiographie ist jeder Patient geeignet. Dies gilt weder für die transösophageale noch für die Stressechokardiographie. Die Indikationsstellung für diese Untersuchungen sollte daher uns als erfahrenen Kardiologen vorbehalten sein.

Prinzipiell ist die Echokardiographie immer im Kontext mit den begleitenden Erkrankungen und klinischen Beschwerden jedes Patienten zu betrachten. Sie erreicht ihren Stellenwert erst in Kombination mit einem Anamnesegespräch, einer körperlichen Untersuchung und anderen kardiologischen Untersuchungsmodalitäten (EKG, Belastungs-EKG etc.) und sollte daher grundsätzlich nicht „einfach so“ erfolgen, sondern Teil eines ambulanten oder stationären Aufenthaltes in unserer Klinik sein.

Kontaktieren Sie uns bitte zwecks Vereinbarung eines Termins. Wir informieren Sie gerne.

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