Gefährliche Rhythmusstörungen

Schlaganfall-Risiko kann steigen

Ist ein gestörter Herzrhythmus nur begrenzt mit Medikamenten behandelbar, kann krankes Gewebe verödet und so eine Herzrhythmusstörung dauerhaft behoben werden. Beim Siegener Forum Gesundheit referierte Privatdozent Dr. Damir Erkapic, Leiter Kardiologie und Rhythmologie, vor mehr als 100 Besuchern. mehr

Invasive Kardiologie – Werkstatt Herz

In den vergangenen Jahren kam es in der invasiven Kardiologie zum Paradigmenwechsel. Hieß es früher „wo muss ein Stent rein?“, so heißt es heute stattdessen „wo kommen wir ohne Stent aus?“. Hierzu bedienen Ärzte sich heute in der modernen Kardiologie invasiver bildgebener Verfahren (OCT und IVUS) sowie Flussmessungen der Herzkranzgefäße (FFR). Hiermit kann sichergestellt werden, ob der Patient von einem Stent profitiert. 

Linksherzkatheteruntersuchung

Linksherzkatheteruntersuchung

Was ist eine Linksherzkatheteruntersuchung?
Bei einer Linksherzkatheteruntersuchung erfolgt die Darstellung der Herzkranzgefäße mit Kontrastmittel. Damit kann sicher beurteilt werden, ob eine relevante Verengung der Kranzgefäße vorliegt. Sollte dies der Fall sein, kann in gleicher Sitzung auch die Eröffnung die Eröffnung des Gefäßes und die Versorgung mit einem Stent erfolgen. In ausgewählten Fällen kann auch eine Druckmessung im Lungenkreislauf sowie eine detaillierte Beurteilung von Klappenundichtigkeiten und Klappenverengungen erfolgen.

Welcher Zugangsweg wir genutzt?
In der Regel erfolgt der Zugang über die Pulsader am rechten Unterarm. Dies hat den Vorteil, dass Patienten bereit kurze Zeit nach der Untersuchung aufstehen können. Sollte jedoch die Pulsader am Arm nicht geeignet sein, wird Untersuchung über die Leistenarterie durchgeführt.

Was muss ich vor der Untersuchung beachten?
Sie müssen für die Untersuchung nüchtern sein. Feste Nahrung können Sie noch bis 22 Uhr einnehmen. Ihre Tabletten am frühen Morgen (6 Uhr) mit einem Schluck Wasser. Blutverdünnende Medikamente wie ASS, Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor oder Marcumar müssen nicht pausiert werden. Sollte die Untersuchung über die Leiste durchgeführt werden, erfolgt vor der Untersuchung eine Rasur der Leistenregion.

Was muss ich nach der Untersuchung beachten?
Nach der Untersuchung erhalten Sie einen Druckverband am Handgelenk (sofern Zugang über die Pulsader am rechten Unterarm erfolgt ist) oder eine Gefäßnaht in der Leiste. Bei einer Untersuchung über die Armarterie können Sie direkt nach der Anlage des Druckverbandes aufstehen. Bei einer Untersuchung über die Leiste muss, abhängig von den einzelnen Untersuchungsmodalitäten, eine Bettruhe für vier Stunden eingehalten werden.

Muss ich besondere Medikamente nach der Untersuchung einnehmen?
Fall bei Ihnen ein Stent eingesetzt wurde, die konsequente Einnahme von Aspirin (ASS) und einem weiteren Plättchenhemmer (Plavix/Efient oder Brillique) von entscheidender Bedeutung um einem Stentverschluss vorzubeugen. Wie lange und welche Medikamente Sie einnehmen müssen, finden Sie in Ihrem Stentpass, den Sie von uns nach der Untersuchung erhalten. Sollten Sie Frage hierzu haben, scheuen Sie sich nicht diese zu stellen.

OCT-Darstellung einer mittels Stent behandelten hochgradigen Herzkranzgefäß-Engstelle

OCT-Darstellung einer mittels Stent behandelten hochgradigen Herzkranzgefäß-Engstelle Bei

Bei der OCT (=optische Kohärenztomographie) handelt es sich um ein bildgebendes
Verfahren, bei dem ein ca. ein Millimeter großer Katheter in die Herzkrankgefäße
geführt wird und vor Ort die Herzkranz-Gefäßwand spiralförmig mit einem Infrarot-
Laser abtastet. Hierbei werden Quer- und Längsschnittbilder des Gefäßes erzeugt,
die eine detaillierte Beurteilung krankhafter Veränderungen (z.B. Verkalkungen) der
Gefäßwand ermöglichen und eine qualitativ deutlich verbesserte Behandlung
gewährleistet. Beispielsweise kann dadurch die Länge und der Durchmesser des zu
implantierenden Stents millimetergenau gewählt und unnötige weitere
Stentimplantationen vermieden werden.

Therapie der Mitral- und Trikuspidalklappe

Therapie der Mitral- und Trikuspidalklappe

Mitraclip

Lange Zeit konnte eine Schlussunfähigkeit der Mitralklappe am Herzen (Mitralklappeninsuffizienz) nur am offenen Brustkorb operiert werden – ein hohes Risiko für Patienten, die gesundheitlich schon vorbelastet und älter sind. Nun gibt es im Diakonie Klinikum Jung Stilling eine neue Methode: Mit dem sogennanten „MitraClip“-System behandeln Ärzte undichte Mitralklappen patientenschonend, mit kleinsten Schnitten und ohne den Herzschlag anzuhalten.

Vorher: 2D-Darstellung der Mitralklappeninsuffizienz vor Mitraclip
Nachher: 2D-Darstellung der Mitralklappe nach Mitraclip
Vorher: 3D-Darstellung der Mitralklappe vor Mitraclip
Nachher: 3D-Darstellung der Mitralklappe nach Mitraclip

Einsatz eines Vorhofohrverschluss-Systems

Einsatz eines Vorhofohrverschluss-Systems

Patienten mit Vorhofflimmern haben unterbestimmten Voraussetzungen ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Die Ursache hierfür liegt in der deutlich reduzierten Blutflussgeschwindigkeit im Vorhofohr und der daraus resultierenden Bildung von Gerinnseln. Die Therapie der 1. Wahl zur Schlaganfallverhütung stellt die Einnahme von Blutverdünnern dar (Marcumar, Dabigatran, Xarelto, Eliquis oder Lixiana). Einige Patienten sollten diese Medikamente aufgrund Ihres erhöhten Blutungsrisiko nicht einnehmen. Um weiterhin diese Patienten vor einem Schlaganfall zu schützen, kann das Vorhofohr verschlossen werden, indem ein „Occluder“ (dt.: Verschlusssystem) minimalinvasiv mittels Kathetertechnik über eine Punktion der Leiste vorgebracht wird.

Vorhofohr-Verschluss Occluder (Schirmchen)

Vorhofohr-Verschluss Occluder (Schirmchen)

Ultraschalldarstellung (TEE) des linken Vorhofohres, vermessen bezüglich seiner Größe
Verschluss des linken Vorhofohres an dessen Eingang durch den Occluder

Vorhof- und Scheidewand-Defekte

Vorhof- und Scheidewand-Defekte

Zu den häufigsten angeborenen Herzfehlern gehören Defekte (Löcher) in den Herzscheidewänden (zum Beispiel Persistierendes Foramen Ovale oder Atrialer Septum Defekt) die, falls erforderlich, minimalinvasiv mittels Kathetertechnik durch Implantation eines Verschluss-Systems (Okkluder) von uns behandelt werden können.

Ultraschalldarstellung zweier Vorhofscheidewand-Defekte (ASD)

Ultraschalldarstellung zweier Vorhofscheidewand-Defekte (ASD)

Vorhofscheidewand-Defekt: Verschluss mittels zweier Okkluder (Schirmchen)

2D-Ultraschalldarstellung nach Behandlung der beiden Vorhofscheidewand-Defekte mittels zweier Okkluder (Schirmchen)

3D-Ultraschalldarstellung nach Behandlung der Vorhofscheidewand-Defekte (ASD), Darstellung zweier implantierter Okkluder (Schirmchen)

3D-Ultraschalldarstellung nach Behandlung der Vorhofscheidewand-Defekte (ASD), Darstellung zweier implantierter Okkluder (Schirmchen)

Die Fachabteilung ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Zentrum für Interventionelle Kardiologie zertifiziert.
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