Blick in den Bauch

Eine Endoskopie kann Leben retten

Mit hochauflösenden Videoendoskopen – dünne Schläuche mit einer kleinen Kamera – kann der Magen-Darm-Trakt eingesehen werden. Gutartige Polypen entfernen die Ärzte dabei und verhindern so Darmkrebs. Auch andere Beschwerden im Verdauungstrakt können schonend abgeklärt werden. mehr

Gastroenterologie und Leber – ein gutes Bauchgefühl

Die Gastroenterologie ist ein wichtiges Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie umfasst Krankheiten des Magen-Darm-Trakts, von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. In unserer Klinik verfügen wir über alle modernen bildgebenden Methoden und können so alle Erkrankungen diagnostizieren und gezielt behandeln. Oft setzen wir endoskopische Verfahren und Ultraschall ein. Beispielsweise führen wir komplette Darmspiegelungen inklusive Dünndarm (Ballon-Enteroskopie, Kapselendoskopie), Bauchspiegelungen (konventionell und Mini-Laparoskopie) sowie Ultraschall mit Kontrastmittelverstärkung und gezielten Punktionen durch.

Wir besitzen weitreichende Erfahrungen:

  • endoskopische Operationen
  • Refluxkrankheit der Speiseröhre
  • Magengeschwüre
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • chronisch entzündliche Darmkrankheiten
  • Divertikelkrankheit
  • chronische Leberentzündungen
  • funktionelle Erkrankungen des Verdauungstrakts

Häufige Krankheitsbilder

Refluxkrankheit

Fließt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre, kann das vielfältige Beschwerden bis hin zu Atemwegsproblemen und Krebs hervorrufen. Mindestens 20 Prozent der Erwachsenen leiden in Deutschland unter der sogenannten Refluxkrankheit. Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sind gleichermaßen vielfältig. Um Betroffenen bestmöglich zu helfen, haben das Diakonie Klinikum Jung-Stilling und das St. Marienkrankenhaus das Refluxzentrum Siegerland gegründet. Hierin haben sich Spezialisten für Diagnostik, konservative und operative Therapien zusammengeschlossen, um gemeinsam Lösungen aufzuzeigen. Mehr dazu hier.

Geschwüre von Magen und Zwölffinger-Darm

Ursächlich für Geschwüre im Magen und Zwölffinger-Darm sind Infektionen mit Helicobacter pylori und Medikamente (z.B. Rheumamittel). Eine Diagnose stellen wir mit einer Magenspiegelung, bei der wir auch Gewebeproben entnehmen, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen. Die Therapie erfolgt medikamentös, wobei wir der Helicobacter-Infektion besondere Bedeutung zumessen. Blutungen der Geschwüre können oft endoskopisch gestillt werden, bei Durchbrüchen muss jedoch operiert werden.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronische Entzündungen des Verdauungstrakts, die auch junge Patienten betreffen und generell immer häufiger auftreten. Um eine Diagnose zu stellen, entnehmen wir bei einer Spiegelung zunächst Gewebe. Darauf folgt eine individuelle Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten. Oft sind kombinierte Behandlungen nötig und gelegentlich muss operiert werden.

Divertikelkrankheit des Darms

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut und fast bei jedem zweiten Menschen über 50 Jahre zu finden. Nur bei einem Teil der Betroffenen entwickeln sich Beschwerden wie Stuhlunregelmäßigkeiten und Schmerzen. In Einzelfällen kann es sogar zu schwerwiegenden Komplikationen (z.B. Entzündung mit Darmverschluss, Blutungen) kommen. Die Therapie erfolgt zumeist konservativ. Bei nicht beherrschbaren oder wiederholten Komplikationen wird der betroffene Darmabschnitt entfernt.

Chronische Hepatitis B und C

Etwa eine Million Deutsche leiden an einer chronischen Virushepatitis – und etwa 70 Prozent von ihnen wissen es nicht. Unbehandelt kann die Erkrankung zu Leberzirrhose, Krebs und sogar zum Tod führen. Deshalb müssen erhöhte Leberwerte durch Blutuntersuchungen, Ultraschall und gelegentlich auch durch eine Biopsie abgeklärt werden. In vielen Fällen ist eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung möglich, die die Krankheit heilt oder zumindest das Risiko für fatale Folgen senkt.

Reizdarmsyndrom

Etwa 15 Prozent der Erwachsenen leiden bundesweit an einem Reizdarm, der sich mit Schmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen bemerkbar machen kann. Diagnostisch geht es zunächst um den Ausschluss einer organischen Erkrankung oder Funktionsstörung, die ähnliche Beschwerden hervorrufen kann. Die Therapie richtet sich nach dem Leitsymptom und umfasst neben Allgemein- und diätetischen Maßnahmen auch Medikamente.

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